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Videospiele 20. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

DroidDeck, GameNative & Co.

Dass ich meinen AYN Thor über alles liebe, ist, glaube ich, kein Geheimnis, denn das Teil ist für mich der perfekte Retro-Handheld und die ausführliche Review auf meinem Blog hier ist eigentlich schon lange überfällig. Was die Android-Community aber gerade abreißt, damit sogar PC-Games lokal auf solchen Handhelds oder Smartphones laufen, ist wirklich geisteskrank. Die beiden berühmtesten Vertreter dieser Kategorie aktuell sind in meinen Augen DroidDeck, das von sich selbst behauptet, die SteamOS-Experience auf Android zu bringen, und GameNative, das Spiele in einer eigenen App in separaten Laufzeitumgebungen ausführt. Wenn ihr mehr über die beiden Apps erfahren wollt, dann gerne einmal weiterlesen.

DroidDeck

Der erste Vertreter dieser Art von Apps: DroidDeck. DroidDeck nutzt unter der Haube Valves Proton-Kompatibilitätsschicht für ARM64. Proton sorgt für die Windows-Kompatibilität, FEX für die Ausführung von x86-Code auf ARM. Ohne Nerd-Sprech heißt das, dass Windows-Games auch auf Linux-Systemen mit ARM64-Prozessoren laufen. Ein wichtiger Hinweis allerdings: Bestimmte GPUs wie Mali, Xclipse, PowerVR und Adreno 710 werden aktuell (noch) nicht unterstützt. Besitzt man ein kompatibles Endgerät, dann hat man nach dem Login in seine Accounts die volle Big-Picture-Experience, die man von Valves SteamOS so kennt. Seit Version 0.4.0 gibt es übrigens, wie auch bei der "Konkurrenz", eine Integration für den Epic Games Store, GOG und Amazon Games.

GameNative

Ebenfalls ganz oben mit auf dem Podest: GameNative. GameNative setzt auf einen für Android angepassten eigenen Wine-/Proton-Fork und lässt Spiele containerisiert laufen, vergleichbar mit Winlator. Auch hier gibt es neben Steam noch die Möglichkeit, Games von Epic und GOG zu installieren. Ein klarer Vorteil, den GameNative in meinen Augen aktuell aber hat, sind geteilte Community-Settings für Games. Das heißt, wenn ein User für eine bestimmte Hardware-Kombination (wie zum Beispiel den AYN Thor) schön abgestimmte Settings für ein Spiel gefunden hat, dann kann er diese mit der Community teilen und alle faulen Menschen wie ich zum Beispiel können diese Settings beim Start automatisch anwenden.

Aber ganz egal, was man jetzt lieber nutzt oder was einem besser gefällt: Die Zeiten für Handheld-Gaming waren nie besser. Ich meine, wir reden hier von Steam-, Epic-, GOG- und Amazon-Bibliotheken in der Hosentasche. Klar, bei den neuesten AAA-Games wird es schnell eng, manche Spiele laufen etwa wegen ihres Kopierschutzes gar nicht und die Performance hängt stark vom verwendeten Endgerät ab. Aber alleine, dass ich an der Ladesäule eine Runde Celeste zocken kann, ist einfach nur irre.